Polnische Wojewodschaften erkunden steirische EU-Projekte
Oststeiermark als Vorbild für neue EU-Mitgliedsländer

(13.10.2005) Eine hochrangige Delegation aus sieben polnischen Wojewodschaften schloss heute, Donnerstag, eine viertägige Erkundungsreise durch die Steiermark ab, bei der so genannte "Best Practice-Beispiele" unter EU-Projekten besichtigt wurden. Der Delegation gehörten Spitzenbeamte wie der Leiter des Marschall-Amtes - seine Aufgaben entsprechen jenem eines Landesamtsdirektors - sowie Abteilungsleiter aus den Bereichen Regionalentwicklung, Umweltschutz und EU-Förderungen an. Sie hatten die Steiermark als Ziel ihrer Studienreise vor allem deshalb gewählt, weil unser Bundesland als Musterbeispiel für eine effiziente Umsetzung von EU-Zielen wie Umstrukturierung alter Industriegebiete, Entwicklung des ländlichen Raumes oder interregionale Zusammenarbeit gilt. Darüber hinaus nutzten die Besucher die bestehenden Partnerschaften des Landes mit polnischen Wojewodschaften und auch den Einsatz des polnischen Honorarkonsuls in Graz, Landesamtsdirektor a.D. Hofrat Dr. Gerold Ortner.
Am Programm der Erkundungsreise, die von der Fachabteilung Europa und Außenbeziehungen organisiert worden war, standen einerseits Gespräche mit EU-Förderungsspezialisten aus der Landesverwaltung genauso wie mit Vertretern des Städte- und des Gemeindebundes. Andererseits wurden konkrete Beispiele besichtigt, die etwa vom EU-Regionalmanagement Oststeiermark oder - mit Unterstützung der Abteilung 16 Raumplanung des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung verwirklicht wurden. Auf besonderes Interesse stießen dabei Informationen über erfolgreiche Leader-Projekte von Gemeinden wie etwa Passail oder Sankt Kathrein am Offenegg: In Passail gaben ein mit EU-Unterstützung errichteter Golfplatz und eine Reithalle dem Tourismus neue Perspektiven, derzeit wird eine Abwasserentsorgung des gesamten "Almenlandes" als Leader Projekt geplant. Und in Sankt Kathrein wurde beispielsweise die Stoakoglhütte im Rahmen der ländlichen Entwicklung mit EU-Mitteln gefördert.