Ungarntag zeigt Dynamik von 1956 bis heute
Erinnerungen, Musik und Gulasch am Grazer Hauptplatz am Montag, 16. Oktober 2006
An die große Hilfsbereitschaft, die Steirerinnen und Steirer im Oktober 1956 nach dem Ungarn-Aufstand gegenüber tausenden Flüchtlingen zeigten, erinnert ein „ Ungarntag“ am kommenden Montag, dem 16. Oktober 2006 von 9.30 bis 16.30 Uhr am Grazer Hauptplatz. In sechs Zelten – darunter ein Original-Rotkreuz-Zelt von damals – wird die Flucht 1956 genauso dokumentiert wie das Nachbarland Ungarn als dynamisches Mitglied der Europäischen Union.
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„Vielen Zeitzeugen in der Steiermark sind die dramatischen Ereignisse von damals lebhaft in Erinnerung“, betonte der Leiter der Europa-Fachabteilung des Landes Steiermark, Mag. Ludwig Rader, bei der Präsentation des Ausstellungsprogrammes. Der Honorarkonsul Ungarns, Mag. Rudi Roth kündigte an, dass der Staatssekretär aus dem ungarischen Außenministerium, Laszlo Szenkö nach Graz kommen werde. „Dies unterstreicht die gute Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern.“ Seitens der Stadt Graz freut sich die Leiterin des Referates für internationale Beziehungen, Mag. Maxie Uray-Frick: „Unsere Schwesternstadt Pécs und das Komitat Baranya hat eine Ausstellung gestaltet, die dann den ganzen Oktober im ,Büro der Erinnerungen’ des Joanneums gezeigt wird.“
In den sechs Zelten am Grazer Hauptplatz werden einerseits einzigartige Fotos von 1956 und Dokumentar-Filme gezeigt, andererseits kommen einige der mehr als 100 Zeitzeugen zu Wort, die sich nach einem Aufruf gemeldet hatten. Außerdem gibt es ein steirisch-ungarisches Musikprogramm, Volkstänze, Kostproben ungarischer Spezialitäten und ein Quiz mit Preisen. Besondere Attraktionen: das Original-Kreuz-Zelt, das Ungarnzelt und das Zelt der Erinnerungen.
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