Ein paar Worte können Herzen öffnen ...
Schon geringe Sprachkenntnisse schaffen ein besseres Verständnis für die Nachbarn in Europa
Sprach-Experten sprechen von einer "Teilkompetenz", wenn man ein paar Wörter wie Bitte, Danke "Grüß Gott" oder "Auf Wiedersehen" auf Slowenisch, Ungarisch oder Italienisch sagen kann. Aus der Sicht eines friedlichen gemeinsamen Europa können Sprachkenntnisse neben dem gegenseitigen Verstehen auch das Verständnis für die Nachbarn ausbauen. Dies zeigte ein Workshop, der im Rahmen des EuropeDirect-Exchange-Programms unter dem Titel "Ciao! Zivijo! Servus! Szia! - I do understand you!" diese Woche in Graz stattfand.
Zu dem dreitätigen Workshop waren regionale Verantwortungsträger und Informations-Profis von EuropeDirect-Informationsstellen in Ungarn, Slowenien, Oberitalien, und aus den Nachbarbundesländern Burgenland und Kärnten nach Graz gekommen. Neben einem Austausch von Best-Practice-Beispiele stand am Programm auch die Präsentation der Aktivitäten von Sprachexperten aus der "Europaregion Adria-Alpe-Pannonia", an der auch Kroatien und die autonome serbische Provinz Vojvodina mitarbeiten.
Als Partner stellten Vertreter des in Graz ansässigen "Europäischen Fremdsprachenzentrums" des Europarates moderne Methoden für das Erlernen von Sprachen vor. Beim "Tandem-Lernen" werden etwa Sprach-Nachbarn zusammengespannt, um gemeinsam zu Kochen, die Natur zu erforschen oder Sport und Musik zu betreiben. Neben-Effekt: Sie lernen voneinander jeweils ein paar Worte der anderen Sprache - ohne einen Lehrer zu benötigen.
Das Ergebnis: Zahlreiche Vorschläge für künftige Projekte, die darauf abzielen, dass - nach dem Fall der "politischen Grenzen" innerhalb der EU auch die Sprachbarrieren vermindert werden. Beispiele: Verstärkte Austauschprogramme, mehrsprachige Ferien-Camps oder - im Rahmen der Berufsausbildung - ein Projekt "Earning by Learning", in dessen Rahmen Berufspraktika im nahen Ausland durchgeführt werden könnten.
Workshop





Teilnehmer



















