Grazer HAK-Schüler als UN-Delegierte beim Planspiel "Model United Nations"

Einige steirische Schülerinnen und Schüler der HAK Grazbachgasse gründete einen "Model United Nations Debate Club" und nehmen so bei internationalen Jugendveranstaltungen teil, wo sie als als "UN-Repräsentanten" in Ausschüssen und in "Jugend-Vollversammlungen" genau nach den Regeln und Gepflogenheiten der Vereinten Nationen auftreten und die globale Zukunft diskutieren. Diese Woche präsentierten sie ihre Erfahrungen in der Fachabteilung Europa und Außenbeziehungen des Landes Steiermark, die die Teilnahme unterstützt.
"MUN" ist die Abkürzung für "Model United Nations" - es ist ein Planspiel, bei dem sich Jugendliche aus der ganzen Welt bei Konferenzen treffen und nach den Regeln der Vereinten Nationen einzelne Themen erörtern. Im April reisen dazu 15 Grazer SchülerInnen nach Finnland zu "HELIMUN 2007" – der "Helsinki Model United Nations Conference 2007". Sie treten dort als UN-Delegierte der Länder Belgien, Bhutan und Haiti auf und werden von den jetzigen Maturanten bereits intensiv geschult:
Themen und Organisation - wie bei der UNO
Diskussionsbereiche und Themen Security Council
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Konferenzssprache: Diplomaten-Englisch
"In der Diplomatensprache gibt es bei den Debatten kein ,ich' und kein ,du', man spricht vom ,Repräsentanten' oder von der ,Regierung' unseres Staates", plaudert etwa Chris aus der Schule, der gemeinsam mit vier SchulkollegInnen und den Professorinen Mag. Regina Rudorfer-Sommer und Mag. Waltraud Pirker dieser Tage zum Besuch in die Europaabteilung der Landesregierung gekommen ist. Chris, der im Mai zur Matura antritt, ist bereits einer der Trainer für die nächste "MUN-Generation", die derzeit die Klassen Klassen 1ak, 2ak, 3ak, 4ak besuchen und sich auf " Helsinki" vorbereiten.
Schon im vergangenen Jahr vertraten SchülerInnen aus den Klassen 2ak, 3ak und 5ak die Länder Argentinien, Albanien und Andorra bei der Konferenz "PAMUN" - dem "Paris Model United Nations 2006"-Kongres und brachten reichliche Erfahrungen mit. Mit ihnen waren 800 SchülerInnen aus allen Teilen der Welt in die Hauptstadt Frankreichs gereist, die meisten aus internationalen Schulen, viele aus Diplomatenkreisen, bildeten das bunte Spektrum der Konferenzteilnehmer."Es war für uns schon schwierig unter lauter Kollegen, die entweder Englisch als Muttersprache haben oder aber eine Diplomatenschule mit englischsprachigen Unterricht besuchen", berichteten die SchülerInnen aus der Maturaklasse.
Nach einer kurzen Eingewöhnung fanden sie sich aber rasch am glatten Parkett der internationalen Diplomatie zurecht: Stefanie Hadolt aus der 3ak der HAK Grazbachgasse hatte sich um einen Posten als „Press Officer“ bei den Organisatoren dieser Konferenz in Paris beworben und wurde unter vielen Bewerbern als einziger nicht „Native-Speaker“ für diese Tätigkeit ausgewählt. Ihr Aufgabenbereich war es, gleich die Berichterstattung aus zwei "Environment Committees" zu übernehmen, die sich mit weltweiten Vorhaben und Herausforderungen im Bereich Umweltschutz befassten.
Stefanie zeichnete sich, so bestätigten die Organisatoren, als "äußerst engagierte und fleißige Reporterin" aus und schaffte es gleich zu Beginn mit dem Interview „Meet two delegates from Austria“ auf die Titelseite der offiziellen Konferenzzeitung „MUNefficience“. Ein Mitglied des Projektteams – Andi Kölldorfer - besuchte die Konferenz als „Observer“ und erlangte im Rahmen dieses Status Einblick in die Arbeit aller Komitees. Diese Erfahrungen flossen dann in die Projektarbeit der 5ak ebenso ein wie in die Guidelines für zukünftige Konferenzvorbereitungen.