Armenien: Interesse für steirische Banken und Versicherungen


Großes Interesse für die Organisation des Finanzdienstleistungssektor in der Steiermark, vor allem für die mittlerweile international tätigen regionalen Banken und Versicherungen, zeigte der Botschafter Armeniens, Dr. Ashot Hovakimian, diese Woche bei seinem Antrittsbesuch bei Landeshauptmann Mag. Franz Voves. Armenien sei, so unterstrich der Botschafter, zwar seit dem Jahr 301 das weltweit erste Land, das das Christentum zur Staatsreligion erhoben hatte; als mit rund drei Millionen Einwohnern relativ kleines Binnenland, das wegen der Konflikte mit den Nachbarstaaten seit dem Zerfall der Sowjetunion vor 16 Jahren nur von Georgien aus zugänglich ist, sei die Wirtschaft aber durchaus mit einem Bundesland Österreichs vergleichbar. Landeshauptmann Voves zeigte sich erfreut über das Interesse an der steirischen. Darüber hinaus sprach er auch das neue Europäische Nachbarschafts- und Partnerschafts-Instrument an, mit dem die EU ab 2007 auch die Zusammenarbeit mit Regionen aus Nachbarschaftsländern im Südkaukasus unterstützt.
In Armeniens Hauptstadt Eriwan Die EU setzt ihre Schritte durchwegs gleichzeitig für die drei (um 1991 aus der Sowjetunion ausgetretenen) Südkaukasus-Staaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan. So wurden diese Staaten 2004 in die EU-Nachbarschaftspolitik aufgenommen; im November 2006 wurden schließlich wiederum gleichzeitig mit allen drei Ländern Aktionspläne vereinbart, die auch weiterhin finanzielle Unterstützungen für Heranführungsmaßnahmen vorsehen. Auch Österreich hat kürzlich mit Dr. Marius Calligaris einen einzigen Botschafter für diese drei Länder ernannt.