Arbeitslosenquote im Februar 2008
+ Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen - Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung
In der Eurozone (EZ15) lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Februar 2008 bei 7,1%, unverändert gegenüber Jänner. Im Februar 2007 betrug sie 7,6%. In der EU27 lag die Arbeitslosenquote im Februar 2008 bei 6,7%, gegenüber 6,8% im Jänner. Im Februar 2007 hatte sie 7,4% betragen. Eurostat schätzt, dass im Februar 2008 in der EU27 insgesamt 15,970 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 10,909 Millionen in der Eurozone. Gegenüber Januar 2008 hat sich die Zahl der arbeitslosen Personen um 130 000 bzw. 59 000 reduziert. Gegenüber Februar 2007 ist die Zahl der Arbeitslosen um 1,5 Millionen in der EU27 und um 0,7 Millionen in der Eurozone gefallen. Diese Zahlen hat Eurostat am 1.4.2008 veröffentlicht. Mehr dazu hier.
Die ungewollte Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen stellt im Hinblick auf Umwelt und Lebensmittelsicherheit eine große Sorge dar. Dies ist der Hauptgrund für einige Mitgliedstaaten, die Vermarktung und Züchtung gentechnisch veränderter Pflanzen, die auf EU-Ebene genehmigt sind, zu kommerziellen Zwecken auf nationaler Ebene einzustellen. Nun haben chinesische Wissenschaftler angekündigt, dass sie eine Strategie entwickelt hätten, um dieses Problem zu beheben. Die Forscher haben eine Reisart derart verändert, dass der Reis empfindlich auf Bentazon reagierte, einem Herbizid, das für die Kontrolle von Reis und anderen Pflanzen verwendet wird und gegen das herkömmliche Reissorten und andere Pflanzen von Natur aus resistent sind. Praxistests zeigten, dass die transgene Reissorte auf ausgewählter Basis zu 100% vernichtet werden kann, indem Bentazon nur einmalig und in einer normalen Dosis, wie sie auch für die Kontrolle herkömmlicher Reispflanzen benutzt wird, angewendet wird. Die Ergebnisse der Studie wurden in der internationalen Wissenschafts- und Medizinzeitschrift PLoS ONE veröffentlicht, gab Euractiv am 1.4.2008 bekannt. Mehr dazu

Der EU-Kommissar für Erweiterung, Olli Rehn, hat eine Entscheidung des türkischen Verfassungsgerichtes verurteilt, offiziell über Forderungen nach dem Verbot der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung zu verhandeln. Der Partei wird vorgeworfen, sie sei islamisch orientiert. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die am 31. März 2008 bekannt gegeben wurde, ist der neuste in einer Reihe von Zusammenstößen zwischen dem türkischen säkular orientierten Establishment und der AKP, die gemäßigt islamische Partei des Premierministers Recep Tayyip Erdogan und des Präsident Abdullah Gül, die 2007 wiedergewählt wurde. Die Gerichtsverhandlung, die voraussichtlich mindestens sechs Monate dauern wird, wird weithin als Testfall für das Streben der Türkei bezeichnet, der EU beizutreten und westlichen demokratischen Standards gerecht zu werden. Es stehe viel auf dem Spiel in der Handhabung dieser Angelegenheit, warnte der EU-Kommissar für Erweiterung, Olli Rehn. In den EU-Mitgliedstaaten würden politische Angelegenheiten dieser Art im Parlament diskutiert und durch die Wahlurne entscheiden, und nicht in Gerichtssälen, sagte Rehn und verurteilte damit klar die Entscheidung des Gerichts. Mehr dazu
