Staffetten-Übergabe bei der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria
Zum 30-Jahre-Jubiläum wechselt der Vorsitz von Eisenstadt nach Triest



Pamhagen/Burgenland [24.11.2008] Im Zuge eines Festakts in der Villa Vita in Pamhagen übergab am vergangenen, Freitag, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria an den Präsidenten der italienischen Region Friaul-Julisch-Venetien, Dr. Renzo Tondo. Das Burgenland hatte zwei Jahre lang den Vorsitz der internationalen Arbeitsgemeinschaft inne, die mit einer Festsitzung ihren 30jährigen Bestand feierte. Das Land Steiermark wurde - wie schon bei der Gründung 1978 - durch den Landesamtsdirektor repräsentiert: Vor 30 Jahren war Landesamtspräsident Dr. Alfons Tropper in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Friedrich Niederl zur Gründungsversammlung nach Venedig gereist, nun wurde Landeshauptmann Mag. Franz Voves durch Landesamtsdirektor Dr. Gerhard Ofner vertreten.
Rückblickend zog Landeshauptmann Niessl eine sehr positive Bilanz über die vergangenen zwei Jahre, in denen während der Präsidentschaft Burgenlands durch die Arbeitsgemeinschaft mehr als 30 Projekte aus den Bereichen Jugend und Sport, Wissenschaft, Kunst und Kultur, Gesundheit und Erneuerbare Energie unterstützt wurden.
Wegbereiter für ein gemeinsames Europa
Die ARGE Alpen Adria war vor 30 Jahren als Forum der Regionen in Mitteleuropa gegründet worden. Bemerkenswert war damals der Zusammenschluss der italienischen Regionen Veneto und Friaul-Julisch-Venetien mit Österreichs Bundesländern Kärnten, Steiermark und Oberösterreich mit den jugoslawischen Teilrepubliken Slowenien und Kroatien. Darüber hinaus nahmen - vorerst als Beobachter - auch das Land Salzburg und der Freistaat Bayern teil. Ab 1986 traten auch aus Ungarn, das damals dem Warschauer Pakt angehörte, die Komitate Györ-Moson-Sopron, Vas, Somogy, Zala und Baranya der Arbeitsgemeinschaft bei. In der Zeit des Eisernen Vorhangs war Alpen-Adria deshalb ein wichtiges Bindeglied zwischen Ost und West.
Ziel der Partnerschaft ist weiterhin die Verstärkung der interregionalen Zusammenarbeit und die gemeinsame Behandlung von Fragen, die im gemeinsamen Interesse der Mitglieder stehen. Das betrifft unter anderem internationale Verkehrsverbindungen, Tourismus, Umweltschutz, Energiegewinnung und Kulturkontakte. Mitglieder sind nun das Burgenland, die Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Slowenien, Kroatien, sowie Regionen in Italien und Ungarn. Diese Tätigkeit soll in Zukunft auch auf die Abwicklung von EU-Projekten ausgedehnt werden.
Mehr unter www.alpeadria.org
Resolution zum Klimaschutz verabschiedet
Zuvor tagte am Donnerstag die Vollversammlung der ARGE Alpen-Adria. Dabei wurde auch eine Resolution zum Klimaschutz verabschiedet. Darin werden die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft aufgefordert „alle erforderlichen Schritte zu setzen, gemeinsame Anstrengungen für den verstärkten Einsatz erneuerbaren Energiequellen in ihren Staaten und Regionen zu fördern."
Auszeichnungen für Alpen-Adria-Weine und für besondere Leistungen
Donnerstagabend wurden auch die Sieger des ARGE-Weinwettbewerbes „Taste the Best" geehrt. Insgesamt 109 Weine aus den Mitgliedsregionen der Arbeitsgemeinschaft wurden in sechs Kategorien eingereicht und von einer Fachjury bewertet.
Weiters wurde der Alpen-Adria Preis verliehen. Landeshauptmann Niessl übergab die Auszeichnungen feierlich an den langjährigen Präsidenten des ungarischen Komitats Baranya, Dr. Ferenc Kékes, und an den Steirer Prof. Dr. Heinz Recla. Dr. Kékes aus Ungarn wurde für seinen Einsatz für die Arbeitsgemeinschaft geehrt. Er habe mit seiner Strukturreform die Weichen für die Zukunft der ARGE Alpen-Adria gestellt. Der steirische Sport-Professor Dr. Recla wurde für die Errichtung der Projektgruppe Schule/Schulsport, sowie sein Engagement bei den Winter- und Sommersportwochen der Arbeitsgemeinschaft ausgezeichnet.