Kinderzeichnungen bauen kulturelle Brücken
Polnische Motive "Meine Familie und ich" für zehn Wochen in der Steiermark

Vor zwei Jahren war es eine Serie "Mein Hund und ich", heuer folgt die Ausstellung von polnischen Kinderzeichnungen zum Thema "Meine Familie und ich", die bis Ende Mai an fünf Stationen in der Steiermark gezeigt wird. Gestaltet hat sie wieder die berühmte Wallfahrtsstadt Tschenstochau, die mit dem steirischen Mariazell sowie auch mit den Bezirken Brück und Graz-Umgebung durch eine mittlerweile langjährige Freundschaft verbunden ist. Zur Eröffnung im Grazer Künstlerhaus organisierte Polens Honorarkonsul Gerold Ortner alles, was Rang und Namen hat. Ganz an der Spitze die an Neurofibrose erkrankte kleine Monika Stanik aus dem schlesischen Ort Zywiec. In einer herzzereissendenden Szene überreichte sie als "Kinderbotschafterin" eine schlesische Kinderzeichnung an Landeshauptmann Franz Voves; als Dank für seinen großen Einsatz, der ihr eine Behandlung in Graz ermöglicht hat.
Die Liste der Ehrengäste schien endlos, hier können nur einige wenige genannt werden: Jerzy Maganski, der neue Botschafter der Republik Polen in Österreich war aus Wien gemeinsam mit Botschaftsrat Tadeusz Oliwinski angereist. Aus Tschenstochau kam Bogumil Sobus, Erster Stellvertreter des Stadtpräsidenten Wrana. Sein Gegenüber: Der Mariazeller Bürgermeister Helmut Pertl. Aus Zywiec, der kleinen schlesischen "Bierhauptstadt" am Fuß der Karpaten, waren Starost Andrzej Zielinski und Bürgermeister Antoni Szagor gekommen, da diese Region mit dem Bezirk Feldbach zusammenarbeitet, dessen BH Willi Plauder gemeinsam mit einer oststeirischen Delegation ins Künstlerhaus gekommen war. Wie übrigens auch dessen Kollegen Burkhard Thierrichter (Graz-Umgebung) und Bernhard Preiner(Mürzzuschlag), die die weiteren Stationen der Wanderausstellung in Feldkirchen (24.03-02.04), Frohnleiten (15.04-29.04) Bruck an der Mur (04.05-14.05) und Mariazell (18.05-28.05) fixiert hatten. Genauso war die Grazer Stadträtin Eva-Maria Fluch, weitere Honorarkonsule, Würdenträger und Freunde zur Vernissage gekommen.
Entsprechend emotional geprägt waren die Eröffnungsworte des Landeshauptmanns, der - auf den Tag genau vor elf Monaten - selbst in Tschenstochau zu Besuch gewesen war: "Wir haben dort Zusammenarbeit gesucht und gefunden", unterstrich er und schilderte persönliche Eindrücke. Angetan von den Kinderzeichnungen regte er an, ein gemeinsames Zeichenprojekt für Kinder aus Schlesien und der Steiermark zu organisieren. Den Auftakt dazu hatte Polens Honorarkonsul bereits gesetzt: Seine Enkerln waren als interessierte Gäste bei der Ausstellungseröffnung schon dabei, vielleicht werden sie in die Fußstapfen des emsigen Opapas treten ...