Wohlige Wärme mit Steiermark Know-how für Frankreich

Graz (12.03.2009). - Eine hochrangige Delegation aus dem westfranzösischen Departement de la Vienne hat im Rahmen der 1995 abgeschlossenen Partnerschaft Mitte März drei Tage lang die Steiermark besucht, um Alternativenergie-Einrichtungen zu besichtigen. Dieser Erfahrungsaustausch war von Landeshauptmann Mag. Franz Voves in La Vienne vereinbart worden, als er im Juli 2007 zur Verlängerung des Partnerschaftsvertrages nach Poitiers gereist war. Das Land Steiermark strebt an, gemeinsame EU-Projekte mit Partnerregionen durchzuführen; diese könnte im Rahmen der "Europäischen Territorialen Zusammenarbeit ETC" oder auch in anderen Bereichen, wie etwa dem Rahmenprogramm für Forschung FP7, realisiert werden.
"Die Regionen Europas müssen gerade in Krisenzeiten noch enger zusammenrücken und Erfahrungen austauschen, damit wir gemeinsam am Weltmarkt gute Chancen haben", unterstrich der Vizepräsident des Generalrats dieses Departements, André Sénécheau, in einem Arbeitsgespräch mit der Vizepräsidentin des Landtag Steiermark, Barbara Gross. Er zeigte sich beeindruckt von der großen Erfahrung der Steiermark mit Biomasse - speziell der Nutzung von Hackschnitzeln und Pellets: "Wir werden versuchen, im Rahmen der ländlichen Entwicklung unserer Region entsprechende LEADER-Projekte durchzuführen, um steirisches Know-how zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse, insbesondere von Abfällen aus der Holzwirtschaft, in seiner Heimat anzuwenden.
Beim dreitägigen Steiermark-Aufenthalt besuchte die Delegation sowohl Betriebe aus dem Sektor erneuerbarer Energien als auch Forschungseinrichtungen. Gleich zu Beginn des Besuchs wurde den französischen Fachleuten in St. Margarethen an der Raab der moderne Zugang zum Bau von Holzöfen in der Stiermark demonstriert: Die KWB Ges.m.b.H., repräsentiert durch Vertriebsleiter Helmut Matschnig, beeindruckte die französische Delegation als Spezialist für Pellet-, Hackgut- und Stückholzheizungen und in Zeltweg war es das Holzinnovationszentrum. Josef Bärnthaler und Barbara Reichhold erläuterten die Grundzüge dieses Netzwerkes, das zur Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette beiträgt.
Es besteht nunmehr die Überlegung, das im Holzcluster vorhandene Know how zur nachhaltigen Nutzung von Biomasse in gemeinsamen Projekten mit der Partnerregion in Frankreich zu nützen. Der Holzreichtum der Steiermark ist die Grundlage für das Know-how, das in unserem Bundesland in der nachhaltigen Verwertung von Holz entstehen konnte. Die 2001 gegründete Holzcluster Steiermark GmbH ist das Netzwerk für das Stärkefeld Forst-Holz-Papier in der Steiermark und eine effiziente Schnittstelle zwischen Wirtschaft - Wissenschaft und Politik. Oberstes Anliegen ist die Forcierung einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur in der Branche mit dem Ziel, die Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken und wichtige Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen zu sichern. In der Holzbranche sind wir Vordenker und Umsetzer sowie ein aktiver Innovationstreiber auf nationaler und internationaler Ebene. Der Holzcluster Steiermark hat im Moment über 130 Clusterpartner, die von einem umfangreichen Service- und Dienstleistungspaket profitieren.














