EU-Tagesnews 12.06.2009
- Ein Jahr Small Business Plan
- Europäische Universitäten für Exzellenz bei der Unterstützung von Mobilitätsstudenten ausgezeichnet
- EU‑Journalistenwettbewerb zum Thema Diskriminierung und Vielfalt
- Industrieproduktion in der Eurozone um 1,9% gefallen
- 1,9 Mrd. Euro zur Vermeidung einer Überlastung des europäischen Luftraums
- 100 Mrd. Euro Schaden bei Umsatzsteuerbetrug in EU
- EU-Badewasser bekommt Note "ausreichend"
Ein Jahr Small Business Act
Der Small Business Act wurde im Juni 2008 eingeführt und zielte darauf ab, die Unternehmensumwelt freundlicher für KMU zu gestalten. Kleine Unternehmen beginnen die Vorteile einer Reihe von Maßnahmen zu sehen, wie zum Beispiel die Reduzierung von unnötigem Papierkram und die Verbesserung des Geldflusses. Elemente des Small Business Act wurden in Europa zu verschiedenen Ausmaßen angenommen. Zusätzliche Unterstützungsdienste, Veränderungen in der Wirtschaftpolitik und Schritte um KMU zu helfen um öffentliche Ausschreibungen zu wetteifern, sind unter anderem Maßnahmen die in den letzten 12 Monaten eingeführt wurden. Jedoch ist die Implementierung nicht komplett einheitlich von Statten gegangen und die Finanzkrise hat die Rentabilität tausender KMU bedroht und die Regierungen gezwungen ihre Bemühungen zu verstärken, den Unternehmen zu helfen, die wirtschaftlichen Turbulenzen zu überstehen.
Europäische Universitäten für Exzellenz bei der Unterstützung von Mobilitätsstudenten ausgezeichnet
65 Hochschuleinrichtungen aus 16 Ländern haben am 11.6.2009 für ihre Bemühungen, Studenten das Studium im Ausland zu erleichtern, das Europäische Qualitätslabel erhalten, darunter zwei Österreichische Einrichtungen: das Management Center Innsbruck und die Fachhochschule des BFI Wien. Dieses Label wird an Universitäten vergeben, die sich bei der Anwendung des Europäischen Systems zur Anrechnung von Studienleistungen und Diplomzusatz hervorgetan haben.
EU‑Journalistenwettbewerb zum Thema Diskriminierung und Vielfalt
Die EK hat am 12.6.2009 zum sechsten Mal in Folge den Journalistenwettbewerb „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung." ausgeschrieben. Teilnehmen können sowohl Print‑ als auch Online‑Journalisten. Mit dem Preis ausgezeichnet werden Journalisten, die in ihren Artikeln die Vorzüge der Vielfalt verdeutlichen und gegen die Diskriminierung (aufgrund der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, der Rasse oder der ethnischen Herkunft) anschreiben. Dieses Jahr ist eine Sonderkategorie für Artikel vorgesehen, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Armut und Diskriminierung auseinandersetzen.
1,9 Mrd. Euro zur Vermeidung einer Überlastung des europäischen Luftraums
Das gemeinsame Unternehmen SESAR, eine einzigartige, von der EK und EUROC ONTROL gegründete öffentlich-private Partnerschaft für Forschung und Entwicklung im Bereich des Flugverkehrsmanagements hat am 12.6.2009 insgesamt 16 Verträge über die Schaffung des künftigen europäischen Flugverkehrmanagements unterzeichnet. Das gemeinsame Unternehmen SESAR dient nicht nur dem langfristig lebenswichtigen Ziel, die Nachhaltigkeit des europäischen Luftverkehrs sicherzustellen, sondern leistet dem Flugverkehrsmanagementsektor auch kurzfristig laufende Unterstützung.
Verbraucher: EU bereitet neue Sicherheitsnormen für Baby‑ und Kinderartikel vor
Die EU erwartet am 15.6.2009 von den Mitgliedstaaten die Zustimmung für die Ausarbeitung von zwei neuen Normen: die eine zu kindergesicherten Feststellern für Fenster und Balkontüren, die andere zu Badezubehör für Kleinkinder. Diese beiden Normen sollen den Auftakt einer umfassenden Aktualisierung der Sicherheitsanforderungen an Baby‑ und Kinderartikel in der EU bilden. Für diese Produkte gibt es derzeit keine EU-weit gültigen Normen.
100 Mrd. Euro Schaden bei Umsatzsteuerbetrug in EU
Geschätzte 100 Milliarden Euro beträgt jedes Jahr der Schaden durch Umsatzsteuerbetrug innerhalb der EU. Laut Aussagen eines Sprechers von der europäischen Polizeibehörde Europol am 12.6.2009 betrifft diese Betrugsform betrifft , zumindest jeden Steuerzahler in der EU. Die ökonomischen Auswirkungen seien dramatisch: Durch den Steuerbetrug würden regelkonform arbeitende Unternehmen behindert.
=> apa.at
EU-Badewasser bekommt Note “ausreichend"
Obwohl der jährliche Bericht der EU über die Wasserqualität von Badewasser im allgemeinen eine Verbesserung in der gesamten Union aufzeigt, kooperieren einige Mitgliedsstaaten noch immer nicht voll mit den europäischen Verordnungen und hunderte Strände wurden während der Badesaison 2008 geschlossen. Österreich liegt mit der Qualtität seiner Badeseen EU-weit mit 71,6% an 7. Stelle
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