EU-Tagesnews 12.10.2010
- EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei: weiterhin "ergebnisoffen"
- EVZ: Fünf Jahre im Dienste der Verbraucherinnen und Verbraucher
- Mehr Hochschulen sollen Übersetzungsstudiengänge anbieten
- EU will Roma-Integration effizienter finanzieren
- EU-Kommission für rauchfreies Europa
- Kein illegales Tropenholz in der EU
- Das Europäische Gesundheitsforum in Bad Hofgastein: Alternde Gesellschaften
EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei: weiterhin "ergebnisoffen"
Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat der EU vorgeworfen, seinem Land eine klare Beitrittsperspektive zu verweigern. Die Verhandlungen begannen bereits vor fünf Jahren, gehen aber äußerst langsam voran. Insbesondere der Zypern-Konflikt und der Widerstand Frankreichs gegen eine Aufnahme der Türkei sorgen für Probleme.
=> diepresse
EVZ: Fünf Jahre im Dienste der Verbraucherinnen und Verbraucher
Haben Sie schon mal über das Internet eine Ware bestellt und auch bereits bezahlt, aber die Ware nie erhalten? Wenn dem so ist, kann das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) helfen. In den Jahren 2005 bis 2009 hat das EVZ-Netz an die 270 000 Anfragen und Beschwerden von Verbrauchern bearbeitet, die Tipps oder konkrete Hilfe im Zusammenhang mit grenzübergreifenden Einkäufen benötigten. Finanziert wird das EVZ-Netz, das Verbrauchern EU-weit sowie in Norwegen und Island unentgeltlich Beratung und juristischen Beistand anbietet, von der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten. Nach wie vor geht es bei den meisten Beschwerden im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Einkäufen um Online-Bestellungen. Auf sie allein entfielen 2009 mit 55,9 % über die Hälfe aller bei den Verbraucherzentren eingegangen Beschwerden
=> rapid
Mehr Hochschulen sollen Übersetzungsstudiengänge anbieten
Die Europäische Kommission setzt sich verstärkt dafür ein, dass mehr europäische Hochschulen Studiengänge hoher Qualität für Studierende anbieten, die den Übersetzerberuf anstreben. In diesem Zusammenhang erweitert die Kommission ihr Hochschulnetz „Europäischer Master Übersetzen" (EMT), das im letzten Jahr eingerichtet wurde, weil auf dem Arbeitsmarkt immer mehr qualifizierte Übersetzer gesucht werden. EMT steht nicht nur für ein Netz, sondern ist auch ein anerkanntes Gütezeichen. Hochschulen, die das EMT-Label verwenden wollen, müssen ihr Studienangebot von Übersetzungssachverständigen prüfen lassen.
=> rapid
EU will Roma-Integration effizienter finanzieren
"Viel ist getan worden, letztlich hat sich in der Realität für die Roma nicht viel geändert", sagt EU-Kommissar für Integration László Andor bei einer zweitägigen Roma-Konferenz in Bukarest.
Aus dem EU-Kohäsionsfonds von 350 Milliarden Euro, der allen EU-Staaten von 2007 bis 2013 zur Verfügung steht, können Mittel auch gezielt für Roma eingesetzt werden. Außerdem befasst sich eine Task Force der EU-Kommission mit dem besseren Einsatz der EU-Fördermittel für die Integration der Roma, die ihre Ergebnisse Ende des Jahres vorlegen will.
=>
EU-Kommission für rauchfreies Europa
Die EU-Kommission will den Kampf gegen das Rauchen deutlich verstärken. Sie wird daher im kommenden Jahr neue Gesetzespläne vorlegen. Ziel der neuen Tabakproduktrichtlinie werde es sein, Rauchen in allen EU-Ländern weniger attraktiv und weniger gesundheitsschädlich zu machen. Dies könnte beispielsweise durch eine maßgebliche Verringerung giftiger und süchtig machender Inhaltsstoffe wie Nikotin geschehen.
=> welt.de
Kein illegales Tropenholz in der EU
Illegal geschlagenes Tropenholz ist von 2012 an in der EU verboten. Die für Wettbewerb zuständigen Minister der 27 Mitgliedsstaaten einigten sich am Montag bei ihrem Treffen in Luxemburg auf eine entsprechende Verordnung. Ziel ist es, Urwälder vor einem Kahlschlag zu bewahren. Entlang der gesamten Lieferkette werden Importeure und Händler verpflichtet, legal geschlagenes Holz zu verkaufen oder zu verwerten. Einen Nachweis darüber muss der Importeur bringen, der das Holz auf den EU-Markt bringt. Verbraucher erkennen legales Holz zukünftig an Etiketten, die an den Produkten kleben.
=> dpa
Das Europäische Gesundheitsforum in Bad Hofgastein: Alternde Gesellschaften
Alter neu denken: Einen umfassenden Paradigmenwechsel in der Bewertung der Potenziale von älteren Menschen und alternden Gesellschaften forderten Experten beim European Health Forum in Gastein. Statt die Defizite der künftigen Alterspyramide zu betonen, seien Rahmenbedingungen nötig, die es Senioren ermöglichen, ihr Können und ihre Erfahrungen länger als bisher als Aktiva einzubringen. Wichtig sei dabei, Menschen ein gesundes Altern zu ermöglichen, betonten die Experten beim EHFG.
=> ehfg