EU-Tagesnews 30.04.2012
- EU-Kommissar Barnier fordert Wachstumspakt
- Merkel bereitet "Wachstums-Agenda" für Europa vor
- Ein Jahr offener Arbeitsmarkt: Ansturm ausgeblieben
- Kenia: EU fördert Ernährungssicherheit in der Region
- Devisen: Euro hält sich deutlich über 1,32 Dollar
- April 2012 - Inflationsrate des Euroraums auf 2,6% geschätzt
EU-Kommissar Barnier fordert Wachstumspakt
Ein neuer Wachstumspakt für die Eurozone findet immer mehr Anhänger. Nach EZB-Chef Draghi und Bundeskanzlerin Merkel spricht sich auch EU-Binnenmarktkommissar Barnier dafür aus. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier unterstützt die Forderung, den EU-Fiskalpakt durch ein Wachstumspaket zu ergänzen. Er sei dafür, zusätzlich zu den Verträgen für Haushaltsdisziplin eine europäische Wachstumsinitiative vorzubereiten. Kurzfristig sei beispielsweise die Ausweitung der Förderung durch die Europäische Investitionsbank wirksam.
=> handelsblatt
Merkel bereitet "Wachstums-Agenda" für Europa vor
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will zum EU-Gipfel im Juni eine europäische "Wachstums-Agenda" vorlegen. Während aus Brüssel Unterstützung kommt, wertet François Hollande die Äußerungen als Eingehen auf seine Warnungen vor einem zu harten Sparkurs in Europa. Zur Ankurbelung des Wachstums soll am Juni-Gipfel unter anderem ein zielgerichteterer Einsatz der sogenannten Struktur- und Kohäsionsfonds vereinbart werden. "Ich kann mir auch vorstellen, dass wir die Möglichkeiten der Europäischen Investitionsbank noch verstärken", sagte Merkel.
=> euractiv
Ein Jahr offener Arbeitsmarkt: Ansturm ausgeblieben
Der Arbeitsmarkt in Österreich ist seit einem Jahr offen für Beschäftigte aus acht osteuropäischen EU-Ländern. Die Befürchtung, die Arbeitskräfte aus dem Osten würden Österreich überrennen und den Leuten die Arbeitsplätze wegnehmen, war eine Fehleinschätzung, zeigt die Bilanz nach einem Jahr. Die meisten osteuropäischen Arbeitskräfte kommen aus Ungarn, Polen und der Slowakei, nur ein Bruchteil aus den baltischen Staaten. Warten heißt es weiterhin für Rumänen und Bulgaren. Sie können nämlich erst ab 2014 ohne Einschränkungen in Österreich arbeiten.
=> orf
Kenia: EU fördert Ernährungssicherheit in der Region
EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs wird morgen (01.05.) zu einem zweitägigen Besuch in Kenia eintreffen, wo er sich mit der unsicheren Ernährungslage in Kenia und am Horn von Afrika befassen wird; einer Region, die immer wieder von Dürreperioden heimgesucht wird. EU-Kommissar Piebalgs wird die neue EU-Initiative SHARE („Supporting Horn of Africa Resilience) vorstellen, die die Menschen am Horn von Afrika bei der Erholung von der jüngsten Dürre unterstützen und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung und der Wirtschaft in der Region gegenüber künftigen Krisen stärken soll. Außerdem wird Piebalgs in Kenia Gespräche über den laufenden Reformprozess und die anstehenden Wahlen führen.
=> rapid
Devisen: Euro hält sich deutlich über 1,32 Dollar
Der Euro hat sich zu Wochenbeginn deutlich über der Marke von 1,32 US-Dollar gehalten. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3250 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitag. Ein Dollar war zuletzt 0,7547 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3229 (Donnerstag: 1,3215) Dollar festgesetzt. Zum Wochenausklang legte der Euro spürbar zu, obwohl die Schuldenkrise mit einer abermaligen Bonitätsabstufung Spaniens wieder aufgeflammt war. Für Beruhigung sorgte vor allem Italien, das sich am Markt ohne größere Probleme frisches Kapital besorgen konnte.
=> eu-info
April 2012 - Inflationsrate des Euroraums auf 2,6% geschätzt
