Staaten des Südkaukasus interessieren sich für die EU-Musterregion Steiermark
Kontakte mit EU-Nachbarstaaten Georgien, Armenien und Aserbaidschan


Die vor wenigen Monaten fixierten EU-Aktionspläne für die Südkaukasus-Staaten Georgien, Aserbaidschan und Armenien bilden den Anstoß, dass sich diese Staaten nun für die Steiermark interessieren. Der Hintergrund: Im Rahmen des neuen „ Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschafts-Instruments“ werden EU-Unterstützungen erstmals auch für Twinning-Projekte einzelner Regionen gewährt.
Nach Georgien, wo kürzlich steirische Installateur- und Baulehrlinge im Rahmen einer Regions-Partnerschaft mit der Steiermark eine Woche lang in der Region Kachetien gearbeitet hatten, folgten nun in Graz Kontakte mit Vertretern der beiden anderen Kaukasus-Länder.
Eine hochrangige Delegation aus Aserbaidschans Autonomer Republik Nachitschevan, angeführt von Parlamentspräsident Vasif Talibov, unternahm eine Studienreise, um die Steiermark als EU-Musterregion kennen zu lernen.
Der Botschafter Armeniens, Dr. Ashot Hovakimian, absolvierte andererseits Antrittsbesuche bei Landeshauptmann Mag. Franz Voves und bei Landtagspräsident Siegfried Schrittwieser.
Wie die Europäische Union, die ihre Maßnahmen stets auf diese drei Staaten gemeinsam abstimmt, unterstützt auch das Land Steiermark einen Erfahrungsaustausch, der ihrer Heranführung an EU-Standards bezüglich Demokratie, Menschenrechte und wirtschaftlicher Entwicklung dient. Dies ist eine heikle Aufgabe, da sich Armenien und Aserbaidschan seit dem Zerfall der Sowjetunion vor 16 Jahren untereinander im Kriegszustand befinden.
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