Türkischer Generalkonsul in Grazer Burg
Zusammenleben zwischen Steirern und Türken in Hinkunft erleichtern

Graz.- Sedat Önal, neuer Generalkonsul der Türkei, traf gestern Nachmittag (24. Jänner 2008) mit Landeshauptmann Mag. Franz Voves in dessen Amtsräumen zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Im Mittelpunkt standen geeignete gemeinsame Maßnahmen, um in Hinkunft das Zusammenleben zwischen Türken und Österreichern zu erleichtern. In der Steiermark bilden die rund 5.200 Türkinnen und Türken die fünftgrößte Gruppe von AusländerInnen (An erster Stelle stehen übrigens die Deutschen mit mehr als 9.000).
Der Generalkonsul sprach seine Anliegen offen an, wobei er sich eingangs für die Entschlossenheit von Landeshauptmann Voves und aller anderen Politiker in der Zurückweisung der im FP-Wahlkampf geäußerten Islam-Beleidigungen bedankte. Insbesondere in Ballungsräumen gäbe es Probleme bei den Integrationsbemühungen, sagte Önal und bat die Steiermark um Unterstützung: So sei es von größter Bedeutung einer Ghettobildung entgegenzuwirken. Es sei weiters wichtig, die Sprachkompetenz der türkischen Minderheit zu erhöhen.
Voves betonte das Recht der Religionsfreiheit und teilte die Auffassung, dass er im aufeinander Zugehen beider Teile den Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration sehe. Der Landeshauptmann räumte ein, dass in der Vergangenheit in der Wohnungspolitik Fehler gemacht wurden, die es in Hinkunft zu vermeiden gelte. Eine Gettoisierung von Minderheiten sei in jedem Fall unerwünscht, betonte Voves. Die Anregung des türkischen Berufsdiplomaten, an den Universitäten die Ausbildung von Türkisch sprechenden Pädagogen zu intensivieren bzw. zu ermöglichen, werde ehestens geprüft.
Voves verwies abschließend auf das im Vorjahr geführte Gespräch mit dem Botschafter der Türkei, in welchem als Start zur Verbesserung der Integrationsbemühungen eine gemeinsame Veranstaltung organisiert werde.
Graz, am 25. Jänner 2008
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