Intensivierung der Beziehungen zwischen der Steiermark und Mazedonien
Steiermark wird Mazedonien auf dem Weg zur EU unterstützen

Nachdem Landeshauptmann Mag. Franz Voves gestern den griechischen Botschafter zu Besuch hatte, traf er heute (22. Oktober) die mazedonische Botschafterin Dr. Vesna Borozan zum Gespräch in der Grazer Burg. Mazedonien wünscht sich vor allem für Jugendliche Visaerleichterungen. "Wie soll unsere Jugend Europa lieben, wenn sie dort nicht hinfahren darf", fragte Botschafterin Borozan. Voves sprach in diesem Zusammenhang die Position der Steiermark in Südosteuropa an: "Wir wollen bei den Reisebestimmungen, wie den anderen Ländern Südosteuropas, auch Mazedonien als Brückenbauer zur Seite stehen." Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass er bei seinem Besuch an der Universität in Banja Luka 200 Studenten einlud, die inzwischen alle die Steiermark besucht haben.
Darüber hinaus zeigte sich die mazedonische Botschafterin auch an Betriebsansiedlungen, Wirtschaftskooperationen und steirischen Direktinvestitionen in ihrem Land interessiert. Sie wünscht sich auch eine steirische Unterstützung in Fragen der Adaptierung der Verwaltungsorganisation und der Regionalentwicklung sowie Hilfe mit technischem Know How vor allem im Bereich der Sicherheitskräfte und des Gesundheitswesens. Der Weg Mazedoniens nach Europa eröffnet der Steiermark auch zusätzliche Absatzmärkte. Man hat daher die Ausarbeitung detaillierter Themenkreise für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vereinbart. Im universitären Bereich verfügt die TU-Graz bereits jetzt über gute Kontakte mit Mazedonien.
Graz, am 22. Oktober 2008