Steiermark verlängert Kooperationsvertrag mit Lodz
Schwerpunkt liegt auf Realisierung EU-kofinanzierter Projekte:


Graz.- (25. März 2009) Das Land Steiermark hat gestern Nachmittag den Kooperationsvertrag mit der Woiwodschaft Lodz erneuert. Diese Partnerschaft war 1997 die allererste, die das Land Steiermark mit einer polnischen Region abgeschlossen hat. Wlodzimierz Fisiak, Marschall von Lodz, hat seine Anwesenheit beim "Wirtschaftsforum Polen" in Graz dazu genutzt, um mit Landeshauptmann Mag. Franz Voves den Vertrag auf weitere vier Jahre zu verlängern.
Voves: "Netzwerkarbeit in einem zusammenwachsenden Europa bedeutet langfristige und nachhaltige Anstrengungen für eine gemeinsame Zukunft in Frieden und Wohlstand. Ich war bei meinem letzten Besuch in Polen im April 2008, wo wir die Woiwodschaften Lodz und Schlesien besucht haben, tief beeindruckt, wie sehr das heutige Polen sich von dem unterscheidet, dass ich in den siebziger Jahren, als ich mit dem österreichischen Eishockeyteam in Danzig bei der Weltmeisterschafft gespielt habe, kennenlernte. Da hat sich unglaublich viel entwickelt." Polen ist mit knapp 40 Millionen Einwohnern, rund 5 Prozent BIP-Wachstum pro Jahr und zuletzt jährlich 20-25 Prozent Zuwachsrate im Warenverkehr mit Österreich der wichtigste der 12 neuen EU-Staaten.
"Seit 2004 arbeitet man mit der Woiwodschaft Lodz intensiv an der Realisierung vieler Projekte vor allem im Geothermiebereich und in der Bauwirtschaft", so Mag. Ludwig Rader, Leiter der Europaabteilung FA1E. In Zukunft wollen beide Partner den Schwerpunkt auf die Realisierung EU-kofinanzierter Projekte legen. So ist Lodz bereits jetzt Partner eines Projektes zum Thema Überalterung der Gesellschaft, das die Steiermark zusammen mit der französischen Region "Department du Nord" und der polnischen Region "Kujawien-Pommern" initiiert hat.
Heute besucht die polnische Delegation - an der auch die Vize-Marschälle Sławomir Antoni Sosnowski von Lublin, Zbigniew Zaborowski von Schlesien, sowie Kazimierz Ziobro von der Woiwodschaft Vorkarpaten, teilnehmen - noch steirische Firmen im Bereich der erneuerbaren Energie wie beispielsweise die Bioenergie Mureck und der Biomasse-Spezialist KWB in St. Margarethen/Raab.
Das Land Steiermark hat Partnerschaften mit insgesamt sieben der 16 polnischen Woiwodschaften abgeschlossen: Dank jahrelanger Vorarbeiten der Europaabteilung und des Internationalisierungs-Center-Steiermark (ICS) sowie des Einsatzes des Honorarkonsuls für Polen Dr. Gerold Ortner. Bis auf Kujawien-Pommern sind dies - wie die Steiermark - Grenzland-Regionen bzw. Bergbau- und Industrie-Gebiete. Wirtschaftsthemen werden im Rahmen der „Regionalen Internationalisierung Steiermark" betreut.
Graz, am 25. März 2009
Mag. Ingeborg Farcher unter Tel.: +43 (316) 877-4241, bzw. Mobil: +43 (676) 86664241 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: ingeborg.farcher@stmk.gv.at zur Verfügung.
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